Behandlungsablauf
Es ist günstig, das Pferd in seiner gewohnten Umgebung zu behandeln, da es dort weniger Stress ausgesetzt ist. Der Therapeut gewinnt dabei einen Eindruck von Haltungs- und Trainingsbedingungen.
Zunächst wird
ausführlich die Vorgeschichte und der Grund der Untersuchung erfragt, ein
Sichtbefund erhoben und dann eine gründliche Ganganalyse im Schritt an der
Hand, in den Grundgangarten an der Longe und falls nötig unter dem Reiter
durchgeführt.
Ein Zahnbefund wird erhoben.
Bei der anschließenden Palpation werden die verschiedenen Strukturen auf Wärmeunterschiede, Schmerzhaftigkeit, Verspannungen oder Verklebungen im Gewebe aber auch auf Knochenzuwächse u. ä. untersucht.
Während der folgenden Gelenkbefundung werden Bewegungsqualität und -quantität von Gelenken und Wirbeln geprüft, beurteilt und dokumentiert. Die erhobenen Befunde werden hierarchisiert und die Behandlung entsprechend durchgeführt.
Danach folgt ein ausführliches Abschlussgespräch in dem die relevanten erhobenen Befunde und die bis dahin durchgeführte Behandlung zusammengefasst und in verständlichen Worten dem Besitzer mitgeteilt werden. Eventuell notwendige Änderungen in Haltung, Training oder Ausrüstung werden mit dem/r Besitzer/in besprochen. Falls nötig und möglich wird die Zusammenarbeit mit Hufschmied, Sattler, Trainer und Pferde Dental Praktikern angestrebt. Für die ersten Tage nach der Behandlung wird eine individuelle Trainingsempfehlung gegeben, bei der der Therapeut die Konstitution und Belastbarkeit des Pferdes berücksichtigt. Dabei orientiert er sich auch an der Realisierbarkeit der Maßnahmen.
Für eine Erstuntersuchung mit Befundaufnahme sollten Sie ca. zwei Stunden einplanen.