Naturheilkundliche Verfahren
Blutegeltherapie:
Das Bild der Blutegel (Hirudo medicinalis) bewirkt bei vielen Menschen teilweise einen gewissen Ekel, jedoch gehören die Blutegel zu den ältesten Heilmitteln die wir kennen, sodass ein immenses Erfahrungswissen besteht und die nützlichen Tierchen eine enorme Wirksamkeit bei verschiedenen Erkrankungen zeigen.
Egel kommt übrigens nicht von Ekel, sondern von „echis“ = kleine Schlange (griech.)
Sie besitzen drei Kieferleisten mit je 80 Zähnen.
Blutegelbehandlung:
Nach dem Ansetzen von Blutegeln an der betroffenen Stelle, „sägt“ der Blutegel mit seinem Beißapparat am Mundsaugnapf die Haut fast schmerzfrei mercedessternartig auf.
Währenddessen erfolgt schon die Injektion des Wirkstoffcocktail (Blutegelspeicher).
Die Speicheldrüsen sind nachweislich keimfrei.
Die Blutegeltherapie ist nahezu frei von Nebenwirkungen und es kommt selten zu einer allergischen Reaktion, insofern die Behandlung fachgerecht durchgeführt wird.
Hat der Blutegel fertig gesaugt, fällt er ab.
Nachdem Biss kann die Wunde bis zu 12 h nachbluten.
Die Wunde wird so von Sekundärinfektionen gereinigt und bewirkt darüber hinaus einen sanften Aderlass.
Der Therapeut versorgt die Wunde meist mit einem kleinen Verband, der das für einige Stunden weiter laufende Blut auffängt und verhindert, dass fremde Keime in die Wunde eindringen.
Die Nachblutung ist ausdrücklich erwünscht!!
Ein Blutegel saugt, je nach Größe, 20 – 30 ml Blut.
Durch die Wunde fließt etwa die gleiche Menge beim Nachbluten ab.
Infolge der ziehharmonikaartig gefalteten Haut ist der Egel in der Lage das sechs- bis zehnfache seines Volumens aufzunehmen.
Einige Wirkstoffe im Egelspeichel: - Hirudin (gerinnungshemmend) - Hyaluronidase (antibiotisch) o Löst die Schleimkapsel der Bakterien - Egline (gerinnungs- und entzündungshemmend) o Analgetische Wirkung - Histaminähnliche Substanzen (gefäßerweiternd) o Durchblutungssteigerung |
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Anwendungsgebiete und
Zweck der Egeltherapie:
Das Blut kann dann leichter und schneller fließen, was die Oxydation fördert und die sauren Metaboliten abbaut.
Dadurch sollen die Staugebiete abgebaut und mit ihnen Schlackstoffe abgeleitet werden.
Auf diese Weise wird das alte, zur Entzündung neigende Blut abtransportiert und macht frischem Blut Platz, welches so den Regenerationsprozess fördert.
Bei Entzündungsprozessen macht sich die entzündungsbegrenzende Eigenschaft der Egline nützlich.
- Hufrehe, akut und chronisch
- Ödeme
- Hämatome z.B. durch Tirttverletzungen
- Akute (Arthritis) und chronische (Arthrose) Entzündung der Gelenke
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- Phlegmone (Einschuss), Abszesse, Mastitis - Frische Piephacke, Stollbeule - Spat - Schale - Fesselträgerentzündung, Fesselgelenksgalle
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Hufrollenentzündung,
Entzündung der - Sehnen- und Sehnenscheidenentzündung - Lymphangitis im Anfangsstadium - Schlecht heilende Wunden - etc. |
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